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Neurologie/Schwindel

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Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Schwindel

[bearbeiten] Benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel

Ursache: flottierende Otolithenpartikel in der Endolymphe des hinteren Bogengangs; dauert wenige Sekunden, tritt bei bestimmten Kopfbewegungen auf (z.B. hinlegen); Therapie: Befreiungsmanöver

[bearbeiten] Neuronitis vestibularis

Führt zu einem akut einsetzenden, extrem unangenehmen über Tage anhaltenden, heftigen Dauerdrehschwindel mit Übelkeit und Erbrechen, Gangunsicherheit mit Fallneigung. Heftiger Spontannystagmus zur gesunden Seite mit rotierender Komponente. Gelegentlich kommt es in den Tagen vorher bereits zu kurzdauernden Drehschwindelattacken, bevor der Dauerschwindel einsetzt. Die Intensität des Schwindelgefühls wird durch die Lage und durch rasche Bewegungen gesteigert. Die Neuronitis vestibularis geht auf eine Funktionsstörung oder der Ausfall eines Gleichgewichtsorganes oder der Gleichgewichtsnerven zurück. Nachgewiesen wird sie durch Spülung des äußeren Gehörganges (kalorische Spülung). Dabei fehlen sonst typischerweise auslösbare Augenbewegungen (Nystagmus) auf dem erkrankten Ohr als Reaktion auf die den Temperaturreiz. (kann aber auch bei einer Hirnstammdurchblutungsstörung so sein). Therapie: In den ersten Tage erfolgt zur Linderung des Schwindels und der Übelkeit eine medikamentöse Behandlung. Oft muss wegen des vorhandenen Erbrechens über Infusionen Flüssigkeit zugeführt werden. Im weiteren Verlauf ist dann ein intensives Gleichgewichtstraining am wichtigsten.

[bearbeiten] Morbus Menière

Mit Trias: Schwindel, Tinnitus, Hörminderung. Dabei verläuft der Schwindel anfallsartig, Tinnitus und Hörminderung können im Intervall bestehen bleiben. Die Schwindelattacken klingen innerhalb von Stunden wieder ab. Oft nimmt die Frequenz solcher Anfälle über die Jahre hin ab! Pathogenetisch besteht ein Hydrops des endolymphatischen Systems. Während des Anfalls besteht ein horizontal rotierender Nystagmus, der mit dem Schwindel abklingt. DD: Neuritis Vestibularis, benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel, Herpes zoster oticus, Kleinhirnbrückenwinkeltumor, Hörsturz, MS-Schub (bedenke: Schwindel als eines der Leitsymptome der MS ist keine Seltenheit). Therapie symptomatisch mit Antiemetika, darüber hinaus psychotherapeutische Begleitung.