Neurologie/Kopfschmerzen
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[bearbeiten] Kopfschmerzen
- Spannungskopfschmerz (“tension headache”)
- rezidivierender dumpfer, diffuser Kopfschmerz (also beidseitig!)
- Dauer: Stunden bis Tagen ohne Begleitsymptome
- Meist liegt eine chronische Überforderung zugrunde
- Die Therapie erfolgt dementsprechend mit tricyclischen Antidepressiva (Amitryptilin).
- Migräne
- anfallsweise dumpfe, pulsierende, meist halbseitige Kopfschmerzen
- vegetative Symptomatik (Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbruch)
- Reizbarkeit
- Überempfindlichkeit
- Lichtscheu
- Flimmerskotomen
- ein Anfall dauert 4 bis 72 Stunden
- meist sind Frauen betroffen.
- Bei der Migraine accompagnèe kommt es neben der Kopfschmerzsymptomatik zu neurologischen Symptomen: Parästhesien, flüchtige Paresen, Dysarthrie, Aphasien.
- Die Therapie
- im Anfall mit Aspirin® / Ergotamin / Serotonin-Rezeptor-Agonisten (Triptane)
- im Intervall mit Betablockern
- Cluster-Kopfschmerzen (Bing-Horton)
- streng halbseitig , retrobulbär
- meist in Perioden von Tagen bis Wochen oft um die gleiche Uhrzeit häufig nachts, Dauer ca. 1 Stunde
- meist bei Männern
- Schmerzen verstärken sich im Liegen die Patienten laufen oft ruhelos im Zimmer umher
- Begleitsymptome sind Rötung des Gesichts, konjunktivale Injektionen, Tränenfluß, Nasensekretion, Horner-Syndrom (Miosis, Ptose) und Lidödem.
- Die Therapie
- im Anfall mit Cortison, Sauerstoff und Ergotamin-Spray
- im Intervall mit Lithium, Antihistaminika oder Methysergid
- Weitere Ursachen für halbseitige Kopfschmerzen sind:
- Neuralgien (Trigeminus-, Glossopharyngeus-, Occipitalis-)
- Carotidodynie
- atypischer Gesichtsschmerz
- chronische paroxysmale Hemikranie
- Arteriitis temporalis
- Eagle-Syndrom (elongierter Processus styloideus)
- Costen-Syndrom (Kiefergelenksfunktionsstörung)
- Erkrankungen der Augen (z. B. Glaukom)
- Erkrankungen im HNO- oder Zahnbereich.
