Neurologie/Erkrankungen peripherer Nerven
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[bearbeiten] Polyneuropathien
Die Polyneuropathie tritt häufig als Symptom einer Allgemeinerkrankung auf. Entscheidend dabei ist die Mangelernährung mit Mangel an Vitamin B12. Ursachen können sein: Stoffwechselstörungen, exogen-toxische Störungen, Kollagenosen, Entzündungen, Dys- und Paraproteinämien oder genetische Faktoren. Der Diabetischen Polyneuropathie kommt eine besondere Bedeutung zu. Leitsymptome sind schlaffe Lähmungen, sensible Reiz- und Ausfallerscheinungen sowie vegetative Störungen. Am häufigsten sind distal betonte Lähmungen der Extremitäten und strumpf- und handschuhförmige Sensibilätsstörungen. Die Eigenreflexe sind abgeschwächt oder erloschen.
Im Verlauf unterscheidet man den langsam fortschreitenden vom akuten Typ. Bei der Landry-Paralyse entwickeln sich die Symptome (Lähmung aller Muskeln an Extremitäten und Rumpf) innerhalb weniger Stunden oder Tage.
Die Diagnose wird anhand der Anamnese, dem neurologischen Befund, elektrophysiologischen Untersuchungen und Labor gestellt. Man ordnet die Polyneuropathie den folgenden Kategorien zu:
- akut/chronisch
- sensibel/motorisch/sensomotorisch
- proximal/distal/symmetrisch/multiplex
- Markscheidentyp/axonaler Typ/Mischtyp
- mit/ohne Hirnnervenbeteiligung
Therapie:
Bei starken Reizerscheinungen werden zur Therapie Carbamazepin, Gabapentin oder trizyklische Antidepressiva eingesetzt. Chinin, Baclofen und Carbamazepin bei Muskelkrämpfen, eventuell Magnesiumsubstitution. Immer auch an die Behandlung der kausalen Ursache denken.
[bearbeiten] Schädigung peripherer Nerven
[bearbeiten] Scapula alata
Skapula alata: bei Lähmung des N. thoracicus longus (C5-C7) der den M. Serratus innerviert kommt es zu einem Abstehen des Schulterblattes von der Brustwand. Prüfung durch Drücken mit den ausgestreckten Armen gegen eine Wand. Ursachen sind das Tragen schwerer Lasten wie beispielsweise eine Rucksacklähmung, straffe Verbände, Abduktionsschienen, Schlag auf die Schulter, extrem wuchtige Schulterbewegungen, z.B. Schlagen mit einem schweren Vorschlaghammer (oft zunächst unbemerkt). Oft ist sie auch Folge einer Lymphknotenausräumung in der Achsel bei Brustkrebsoperationen, oder der transaxilären Entfernung der ersten Rippe, bzw. bei Thorakotomien.
